Amok - He Was a Quiet Man

Romantik
USA, 2007 | Länge 91 Min, ab 16
Inhalt:
Schon am frühen Morgen weiß Bob Maconel, dass er einen miesen Tag haben wird. Einmal mehr acht Stunden in einem grauen Raum sitzen und von den Kollegen ignoriert werden, in einer Welt, in der er sich völlig fehl am Platz fühlt. Er ist am Ende und zu allem bereit. Das kann niemand von seinen Kollegen ahnen. Auch nicht die hübsche Vanessa, welche er heimlich verehrt. Bob sieht nur eine Möglichkeit seine rasende Wut auf jahrelange Demütigung und Nichtbeachtung zu besänftigen. Der Tag ist gekommen, seiner belanglosen Existenz zu ein wenig Würde zu verhelfen... ...er plant einen Massenmord..
Schauspieler:
Christian Slater
William H. Macy
Elisabeth Cuthbert
Weniger Infos | Cast

Amok – He Was a Quiet Man - Informationen zum Film

Ein stiller, in sich zurückgezogener, sensibler und desillusionierter Versager, der eines schönen Tages zum Amokläufer wird. Das scheint der Titel von Amok – He Was a Quiet Man geradezu klischeegetreu zu implizieren. Anders als der Titel vermuten lässt, stellt sich der Independent-Film von Frank A. Cappello aber als tiefschürfende Groteske heraus. Klischees werden genauso thematisiert, wie der Film sie ad absurdum führt. Eine überraschende, bewegende und gegenwartskritische Mixtur aus Satire, Thriller und Liebesdrama, die mit Christian Slater als Meister von ambivalentem Schauspiel und einer ambivalenten Welt überzeugt.

Bob Maconel (Christian Slater) lebt isoliert von sozialen Kontakten. Der Lebenssinn geht ihm Stück für Stück vor die Hunde. Er arbeitet im anonymen Milieu eines Technologieunternehmens, wo der Kontakt mit den Kollegen nie herzlich und das Gefühl bei der Arbeit nie zufriedenstellend wird. Seine heimliche Liebe Vanessa (Elisha Cuthbert) kümmert sich wenig um ihn. Von der Außenwelt wird er für einen Versager gehalten und die äußeren Zweifel an seiner Person projizieren sich zurück auf ihn selbst. Er wird von dem Gefühl der eigenen Nichtigkeit verfolgt. Die Entmenschlichung innerhalb eines Riesenkonzerns nagt an ihm. Befriedigung holt sich Bob ausschließlich in der Imagination. Gewaltfantasien von Sprengungen dominieren seine Tagträumereien. Eines Tages ist Bob drauf und dran, die Amokphantasien Realität werden zu lassen. Sekunden bevor er zur Waffe greift, passiert allerdings etwas Unvorhergesehenes. Sein Leben wird völlig auf den Kopf gestellt und er wird komplett wider Willen zum Helden. Nur bleibt Bob dabei noch immer Bob und die Welt bleibt noch immer die Welt. Von der äußerlich positiven, amoklaufverhindernden Wendung einer desillusionierenden Welt fühlt er sich komplett überfordert.

Amok – He Was a Quiet Man ist ein Film der Skurrilität und ein Porträt der Groteske, dessen Handlung immer unvorhersehbar bleibt. Damit gelingt Cappello eine zeitgemäße Kritik an einer skurril-grotesken Welt. Auch die Leistung der Schauspieler überzeugt. Jedes Klischee, das der Film in seinem Verlauf aufgreift, wird so übertrieben, dass es komplett sinnlos wird. Der US-amerikanische Film aus dem Jahr 2007 ist ein Muss für alle Fans der Satire und Menschen, die ihren Humor schwarz mögen.

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