House of Good and Evil - Das Böse stirbt nie

Thriller
USA, 2013 | Länge 104 Min, ab 16
Inhalt:
Maggie und Chris ziehen nach einer Fehlgeburt in ein abgelegenes Haus tief in die Wälder von Virginia, um ihre angeschlagene Ehe zu retten. Doch das wunderschöne Haus aus der Kolonialzeit verbirgt irgendetwas, - irgendetwas ausgesprochen Böses. Einige Bereiche des Hauses wirken wie tot, oder sind immer wieder unzugänglich...
Schauspieler:
Rachel Marie Lewis
Christian Oliver
Jordan Rhodes
Weniger Infos | Cast

House of Good and Evil – Das Böse stirbt nie - Informationen zum Film

Evolutionsbiologen wissen, dass Lebewesen in Stresssituationen eine von zwei Lösungsmöglichkeiten wählen. Entweder sie laufen weg, oder sie stellen sich und kämpfen. Die Flucht wird aus Gründen der Energieersparnis am häufigsten gewählt: nämlich so lange, bis Fliehen einfach nicht mehr möglich ist. Die Flucht vor drohender Gefahr ist das Hauptmotiv von Regisseur David Muns Psychothriller House of Good and Evil – Das Böse stirbt nie. Subtil entwickelt sich der Film zu einer erschreckenden Abwärtsspirale menschlicher Ängste, die das Böse da draußen mit dem Bösen da drinnen fusionieren lässt.

Chris (Christian Oliver) und Maggie Conleys (Rachel Marie Lewis) Leben droht auseinanderzufallen. Chris ist Trinker, Maggie launisch und unzufrieden. Nach dem Tod ihres gemeinsamen Kindes ist ihre Ehe kaum noch zu retten. Die emotionale Stresssituation bewegt sie zur Flucht: Sie mieten eine einsame Hütte im Wald und wollen die Probleme in der Großstadt zurücklassen. Die erholsame Ruhe ihres neuen Zuhauses spitzt ihre Eheprobleme aber weiter zu. Unheimliche Vorfälle bei Nacht und die immer suspektere Nachbarsfamilie Anderson erschweren die Lage zusätzlich. Chris ist häufig nicht zuhause und Maggie fühlt sich immer unwohler. Ihre Ehe-Probleme fließen mit ihrer steigenden Angst zusammen und führen sie geradewegs an den düsteren Abgrund des Bösen heran.

Ganz der gelungene Psychothriller punktet House of Good and Evil vor allem mit seiner Story. Wer von schwachen Horrorgeschichten die Nase voll hat, wird sich umso mehr über die Kraft der Geschichte freuen. Elemente des Haunted-House-Horrors gibt es obendrein. Symbole, subtile Andeutungen, Stimmungen und gute schauspielerische Leistungen dominieren den Film. Rachel Marie Lewis wurde bei den Dreharbeiten zuliebe des Skripts mit Unterkühlung aus einem Fluss geborgen. Nicht nur ihre Leidensbereitschaft, sondern auch ihre Vielschichtigkeit bestimmen die düstere Stimmung des Geschehens. Die Reise durch ihre gebeutelte Psyche erregt genauso viel Mitleid, wie sie Angst macht. Ihre Wunschvorstellung von der Flucht wird Stück für Stück zum Lebensfrust. Auch Christian Oliver weiß in seiner Rolle zu überzeugen. Rob Neukirch tritt gegen Ende des Thrillers in der Nebenrolle des Maklers auf. Mit seinem Auftritt schafft Regisseur David Mun einen besonderen Genie-Streich der Selbstreferenz: Die objektiv gestaltete Rolle des Maklers wird zum ultimativen Spiegel des Zuschauers.

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