Raving Iran

PREMIUM | Reportage und Dokumentationen
CHE, 2016 | Länge 84 Min, ab 12
Inhalt:
Im Kampf gegen "satanische" Partys verhaftet Irans Sittenpolizei jedes Jahr Hunderte von Menschen. Die DJs Anoosh und Arash können ihre Technomusik deshalb nur im Untergrund auflegen. Beide träumen von einem Auftritt im freizügigen Europa. Als sich den Musikern unerwartet diese Chance bietet, überlegen sie, ob sie überhaupt in ihre Heimat zurückkehren.
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Raving Iran – Informationen zur Dokumentation

Wer hätte gedacht, dass Musik so gefährlich sein kann? Die Neo-Regisseurin Susanne Regina Meures begleitet in Raving Iran die zwei iranischen Techno-DJs Arash und Anoosh aka Blade&Beard, wie sie unter widrigen Umständen versuchen, ihre Musik unter die Leute zu bringen. Hier kann man wirklich von Underground-Musik sprechen, denn in der islamischen Republik ist dieser Sound verboten und wird mit schweren Strafen geahndet. Umso aufregender ist es, beim online Anschauen des Films mitzuerleben, unter welch großen Gefahren die Jungs eine gesetzeswidrige Techno-Party mitten in der Wüste organisieren und ihre erste CD herausbringen. Auch die Filmemacherin hat bei ihren mehrmaligen Reisen in den Iran Risiken auf sich genommen, denn Kamera-Equipment kann nicht so einfach in den Iran transportiert werden. Die Filmaufnahmen mit Fotokamera und iPhone geben Raving Iran beim Stream einen noch authentischeren Touch.

Raving Iran – Weitere Fakten und Informationen

  • Erscheinungsdatum
    • 16.04.2016 (Visions du Réel Filmfestival)
  • Regisseurin
    • Susanne Regina Meures
  • Genre
    • Dokumentation
  • Länge
    • ca. 84 Minuten
  • Originaltitel
    • Raving Iran
  • Originalsprache
    • Persisch / Englisch / Deutsch
  • Musik komponiert von
    • Blade&Beard / Ghazal Shakeri / Roland Widmer
  • Auszeichnungen
    • Züricher Filmpreis als Innovativster Schweizer Film (2016) / First Steps Award (2016)
  • Ähnliche Dokumentationen
    • Scientology – Ein Glaubensgefängnis / Citizenfour

Wie groß kann die Liebe zur Musik sein?

In Europa, wo alles an Musik, Literatur und freier Meinungsäußerung erlaubt ist, kann man sich fast gar nicht vorstellen, was es bedeutet, wenn man beim Hören der Lieblingsmusik jederzeit damit rechnen muss, verhaftet zu werden. Die Techno-DJs Arash und Anoosh nehmen diese Gefahren in der iranischen Hauptstadt Teheran aber trotzdem auf sich, um ihrer musikalischen Leidenschaft zu folgen. Beim online Sehen von Raving Iran bei TVNOW ist es teilweise spannend wie in einem Krimi, wenn mit versteckter Kamera in den iranischen Behörden gefilmt wird. Hollywood könnte sich keine bessere Handlung ausdenken, denn der Film aus dem Genre Dokumentation schildert den dramatischen Kampf zweier Musikrebellen in einem politisch gefährlichen Land.

Ist Raving Iran ein politischer Film?

Für die Filmemacherin Susanne Regina Meures ist es der erste Film aus dem Genre Dokumentation in dieser Länge. Geboren in Mönchengladbach, hat sie zuerst Fotografie und Kunstgeschichte in London studiert, bevor sie sich in einem Studium an der Züricher Hochschule der Künste auf das Drehen von Filmen spezialisiert hat. Auf das Thema von Raving Iran ist sie durch Zufall in einem Zeitungsartikel über verboten organisierte Techno-Partys in der persischen Wüste gestoßen. Beim online Streamen wird aber bald klar, dass die Dokumentation kein politisches Statement sein soll, sondern vielmehr zeigt, was Menschen alles mit Leidenschaft schaffen können, obwohl ihnen sogar von der Staatsmacht Steine in den Weg gelegt werden. Auch durch das Streamen setzt sich die Musik über alle Grenzen hinweg. Feiere auch du mit den iranischen Jungs mit dem Online-Stream von Raving Iran bei TVNOW eine heiße Wüsten-Technoparty!