Schatten des Todes

Nach der Heimkehr von einem abendlichen Theaterbesuch wird der Unternehmer Herr Witte in seiner Villa erschossen. Alle Spuren sprechen dafür, dass Witte von den Tätern erwartet wurde. Seine Frau hat einen der beiden Täter bei seiner Flucht gesehen und erkennt ihn wieder, als er noch in der selben Nacht festgenommen wird. Wie sich jedoch herausstellt, handelt es sich bei dem vermeintlichen Täter um einen "Schattenmann" der Polizei, den undercover arbeitenden Beamten Stefan Trautmann. Um sich in dem von ihm unterwanderten Verbrecherring Anerkennung zu verschaffen, hatte er an diesem "harmlosen" Einbruch teilgenommen. Der Einbruch sei eskaliert, als der von Trautmann im Urlaub gewähnte Herr Witte plötzlich in der Tür stand und Trautmanns Komplize ihn in Panik erschoss. Den Namen des Täters will der "Schattenmann" jedoch weder den Kommissaren noch der hinzugezogenen Staatsanwältin Clausen verraten, da er fürchtet, dass seine Undercoverarbeit damit vorbei wäre. Bei einem klärenden Gespräch zwischen seinem Vorgesetzen beim BKA, Bracker, und dem Oberstaatsanwalt Lotze gerät dieser in eine Zwickmühle: Es verstößt gegen Lotzes Pflicht, wenn er auf die sofortige Festnahme eines Mörders verzichtet. Andererseits stellt er sich die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dafür eine über Monate durchgeführte Operation des BKA scheitern zu lassen. Schließlich kommen sie zu einem Deal: Lotze bekommt den Namen des Täters, ein gewisser Möller, und verspricht im Gegenzug, mit einer Festnahme noch zwei Tage zu warten. Denn zwei Tage soll es noch dauern, bis der Verbrecherring, der in großem Stil Falschgeld herstellt, ein großes Zusammentreffen abhält, bei dem das BKA endgültig zugreifen will. Lotze, dem es außerordentlich schwer fällt, einen Mörder frei herumlaufen zu lassen, bittet Kehler und Bongartz, den von Trautmann genannten Möller vorsichtig zu observieren. Die Kommissare finden heraus, dass Möller durchaus kein kleiner Ganove ist, dem beim Einbruch in die Villa die Nerven durchgegangen sind, sondern ein mehrfach vorbestrafter und gesuchter Killer. Als dann auch noch die Presse nachfragt, ob es zutreffe, dass in den Fall Witte ein Schattenmann verwickelt sei, ist für Lotze das Maß voll: Er beschließt, dass Trautmann sich zurückziehen und Möller verhaftet werden soll. Doch beides geht schief: Weder ist Trautmann bereit, so kurz vor Schluss das Handtuch zu werfen, noch gelingt die Festnahme Möllers, der jetzt weiß, dass Trautmann ihn verraten hat. Die Kommissare ahnen, dass Trautmann in akuter Lebensgefahr schwebt und wenden sich an Trautmanns Vorgesetzten Bracker. Er soll Trautmann, der sich bei dem inzwischen stattfindenden großen Zusammentreffen des Fälscherringes befindet, sofort rausholen. Doch Bracker hat mit seinem Sonderkommando zwar alles umstellt, will aber noch nicht zugreifen, da immer noch der entscheidende Bote mit der Falschgeldlieferung fehlt. Bongartz und Kehler reißt die Geduld, sie begeben sich selbst an den Ort des Zusammentreffens, einer stillgelegten Kaserne am Rande Berlins. Es gelingt ihnen, Trautmann, der kurz vor der Exekution durch Möller stand, zu befreien. Dann allerdings geraten sie doch noch in die Gewalt der Mitglieder des Fälscherrings. Im letzten Moment werden sie von Bracker und seinem Kommando gerettet, der tatsächlich eiskalt gewartet hatte, bis der Geldbote die Kaserne betreten hatte. Das glückliche Ende wird allerdings getrübt durch die Erkenntnis, dass die bei Möller gefundene Tatwaffe, mit der Witte in seiner Villa erschossen wurde, nur eine Sorte Fingerabdrücke trägt: nämlich die von Trautmann. Trautmann wird wegen der Ermordung von Witte der Prozess gemacht, und im Gerichtssaal stellt sich heraus, dass der Abend in der Villa von Witte ganz anders abgelaufen ist, als der Schattenmann zunächst ausgesagt hatte.