Mord ohne Mörder

Der Hafenmeister eines Yachtclubs findet auf dem Segelboot des Arztes Dr. Pfisterer eine Leiche. Der Tote, laut Personalausweis ein gewisser Max Schliemann, wurde durch zwei Kugeln getötet. Als der Besitzer des Bootes, Dr. Pfisterer, zum Tatort kommt, stellt sich heraus, dass der Tote ein Patient von ihm war. Nach den Angaben von Max Schliemanns Ehefrau Vera war ihr Mann wegen einer schweren Hepatitis bei Dr. Pfisterer in Behandlung. Dass sich Max und der Doktor privat getroffen haben könnten, schließt sie aus. Sie kann nicht erklären, was ihr Mann auf dem Boot des Arztes gewollt haben mag. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung stellt sich heraus, dass Max Schliemann nicht nur an Hepatitis, sondern auch an Aids litt. Als Kehler und Bongartz Vera Schliemann mit dieser Tatsache konfrontieren, präsentiert diese ihnen einen brisanten Brief, aus dem hervorgeht, dass ihr Mann Dr. Pfisterer erpresst hat. Er sei überzeugt gewesen, dass Pfisterer ihm verseuchte Blutpräparate gespritzt und dass er sich auf diesem Wege mit dem Aids-Virus angesteckt habe. Die anschließende Durchsuchung von Pfisterers Praxis fördert ein paar Lederhandschuhe zu Tage, die offensichtlich der Mörder getragen hat. Dr. Pfisterer, dessen Alibi für die Mordnacht geplatzt ist, streitet zunächst alles ab, tischt dann jedoch den Beamten eine unglaublich klingende Geschichte auf: Er habe zum Schein auf Max Schliemanns Forderungen eingehen wollen, sei dann jedoch bei dem Treffen auf dem Boot zusammengeschlagen worden. Als er wieder erwachte, habe die Tatwaffe in seiner Hand gelegen. Bongartz und Kehler kaufen dem Arzt diese Story nicht ab. Sie finden heraus, dass Pfisterer in einen groß angelegten Betrug mit Aids verseuchten Blutkonserven verwickelt war und dass sich bereits mehrere Patienten mit Aids angesteckt haben. Als die Tatwaffe gefunden wird, die tatsächlich Pfisterers Fingerabdrücke trägt, ist für die beiden Polizisten der Fall erledigt. Doch Oberstaatsanwalt Lotze hat Zweifel an der Schuld des Arztes.