Super-Gau

In das Haus des Nukleartechnikers Hans Stolze wird eingebrochen. Dabei wird Dieter, sein geliebter Hund, von dem Einbrecher verletzt. Stolze betätigt den Notruf. Da man annimmt, dass es sich bei Dieter um einen kleinen Jungen handelt, fliegt der Rettungshubschrauber los. Obwohl die Verblüffung der B-Crew groß ist, als man statt eines Kindes einen Hund vorfindet, wird Dieter fachgerecht verarztet. Denn: Jedes Leben zählt. Stolze will das verletzte Tier nicht allein lassen und nimmt es heimlich zur Arbeit ins Atomkraftwerk mit. Als Stolze etwas im Reaktorbereich zu erledigen hat, merkt er nicht, dass ihm sein Hund durch die Schleusen folgt. An diesem Tag ist auch eine Alarmübung angesetzt. Als das erste Alarmsignal ertönt, wird Dieter panisch. Er läuft in den Reaktorbereich, stürzt dort von der Galerie ab und bleibt winselnd zwischen den Rohren hängen. Erst jetzt bemerkt Stolze die Anwesenheit seines Hundes im Reaktorbereich. Statt den Reaktor zu verlassen, versucht er, seinen Hund aus der misslichen Lage zu befreien. Aber mit der waghalsigen Kletteraktion bringt sich Stolze selbst in Lebensgefahr: Er verbrüht sich an heißem Dampf aus einer gebrochenen Leitung und stürzt auf die nächste Ebene ab. Im Kontrollraum hat man via Monitor den Vorfall mitbekommen. Da sich in der Zuleitung kein kontaminierter Dampf befindet, bricht man lediglich die Alarmübung ab und alarmiert Medicopter 117. Es ist Dr. Harlands erster Einsatz. Er und Peter Berger versuchen, Stolze zu stabilisieren und aus dem Zentralbereich des Reaktors zu schaffen. Noch während die Gruppe auf dem Weg zur Schleuse ist, zeigt plötzlich der Monitor im Kontrollraum Strahlenalarm an. Das automatische Alarmprogramm riegelt sofort die Sicherheitsschleusen ab. Vom Kontrollraum aus muss Wächter hilflos mitansehen, wie seine Kollegen in einer tödlichen Falle sitzen. Harland, Berger und Stolze können sich fürs Erste in einem geschützten Labor in Sicherheit bringen. Harland verlässt den Raum, um mit einem todesmutigem Einsatz den Supergau zu verhindern. Allen ist klar, dass ihn die starke Verstrahlung das Leben kosten kann. Plötzlich kommt - wie durch ein Wunder - die Entwarnung: Der angebliche Strahlenalarm war ein Computerfehler, der durch den Abbruch der Alarmübung ausgelöst wurde. Für Harland bedeutet das seinen zweiten Geburtstag. Auch Stolze und Dieter kommen glimpflich davon und werden zur großen Einstandsparty von Dr. Harland auf die Medicopter-Basis eingeladen.