Starke Frauen: Nadia Murad, von der IS-Sklavin zur UN-Sonderbotschafterin

Am schwierigsten zu portraitieren: die Jesidin Nadia Murad, freigekommene Sexsklavin des IS. Heute ist sie Menschenrechtsaktivistin und UN- Sonderbotschafterin f├╝r die "W├╝rde der ├ťberlebenden von Menschenhandel". An Murad n├Ąher heranzukommen, war nicht leicht, aber schlie├člich traf sie Antonia Rados zu privaten Gespr├Ąchen. "Ich will eine Ausbildung zur Kosmetikerin machen, einen Friseursalon er├Âffnen", so die heute ber├╝hmte Nadia Murad. Antonia Rados: "Wenn sie ├╝ber Vergewaltigungen spricht, hat sie notgedrungen einen Panzer um. Aber sonst ist sie eine sensible, nette junge Frau. Das macht sie noch sympathischer, als sie ohnehin ist." F├╝r Ihre Serie recherchierte Antonia Rados monatelang. Nicht immer war es leicht, die "starken Frauen" vor die Kamera zu bekommen, einige kontaktierte Frauen sprangen wieder ab. Antonia Rados: " Viele Frauen haben interessante Lebenswege. Frauen sind Problem- L├Âserinnen. Trotzdem wollen sie oft nicht dar├╝ber reden. Frauen sind leiser."