Hüfthoch im Müll

Sie wollen aufräumen, können es aber nicht. In Deutschland sind schätzungsweise knapp zwei Millionen Menschen vom Messie-Syndrom betroffen. Messie-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz und Entrümpelungsprofi Dennis Karl packen das Problem an der Wurzel und räumen das Leben der Betroffenen auf. Ihr Ziel ist es aber nicht nur für ein sauberes Zuhause zu sorgen, sondern den Menschen die Rückkehr in das gesellschaftliche Leben zu ermöglichen. In dieser Folge helfen die beiden Experten dem Rettungssanitäter Kai, der sein Leben nicht mehr in den Griff bekommt. Kai (53) lebt in einer Wohnung, in der Abfall und Unrat fast hüfthoch gestapelt sind. Der Rettungssanitäter, der hier seit Jahren im Müll lebt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Der vormals lebenslustige und kreative Mensch fristet einsam und verzweifelt sein Dasein in einer Umgebung, die kaum zu ertragen ist. Das Leben des 53-Jährigen geriet immer mehr aus der Bahn, als in Abständen von nur einigen Jahren zuerst seine Mutter und dann auch noch sein Bruder und sein Vater starben. So haust Kai zwischen Müll und alten Erinnerungen an die Menschen, die er einst liebte. Seit Jahren durfte niemand mehr seine Wohnung betreten. Lediglich Kais Nachbarn schauen ab und zu nach dem vereinsamten Mann. Kais Arbeitskollege und langjähriger Weggefährte Holger will ihm gerne helfen, doch Kai braucht dringend professionelle Unterstützung.