Gertrauds Fassade

Sie wollen aufräumen, können es aber nicht. In Deutschland sind schätzungsweise knapp zwei Millionen Menschen vom Messie-Syndrom betroffen. Messie-Therapeutin Sabina Hankel-Hirtz und Entrümpelungsprofi Dennis Karl packen das Problem an der Wurzel und räumen das Leben der Betroffenen auf. Ihr Ziel ist es aber nicht nur, für ein sauberes Zuhause zu sorgen, sondern den Menschen die Rückkehr in das gesellschaftliche Leben zu ermöglichen. In dieser Folge helfen die beiden Experten der Postbotin Gertraud, die ihr Leben nicht mehr in den Griff bekommt. Die gepflegt wirkende Postbotin Gertraud ist gesellig und trifft sich gerne mit Freunden. Niemand ahnt, dass sich hinter Gertrauds heiler Fassade das pure Chaos versteckt. In ihrem Haus hat sie alle Räume bis unters Dach mit Zeitungen und Abfall aus den letzten zwei Jahrzehnten vollgestopft und kann kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen. Gertraud hat drei Kinder, bewohnt das 180 qm große Haus jedoch mittlerweile alleine. Nur zu ihrer ältesten Tochter Daniela hat sie noch Kontakt. Die 32-Jährige kommt mit ihren beiden kleinen Söhnen regelmäßig zu Besuch, doch helfen kann auch sie nicht. Auch Gertraud wünscht sich, dass wieder Leben ins Haus kommt, denn sie ist oft einsam. Lange hat sie ihre Messie-Erkrankung verdrängt, doch langsam ahnt sie, dass sie Hilfe braucht. Die Messie-Experten Sabina Hankel-Hirtz und Dennis Karl wollen der 53-jährigen Postzustellerin beim Start in ein neues Leben helfen. Doch Dennis? Zehn-Mann-Team gerät bei der Räumung des Hauses an seine Grenzen. Und auch Gertraud bricht bei der Therapiesitzung mit Sabina zusammen, denn sie kann sich nicht von ihren gesammelten Schätzen trennen. Wird das ?Messie-Team? Gertraud nachhaltig helfen können? Und wird ihre Tochter Daniela mit ihrer Familie endlich zu ihr ziehen?