Martin und die W├Âlfe (Teil 1)

Die W├Âlfe sind zur├╝ck in Deutschland! Vor 15 Jahren sind die ersten von ihnen aus Polen nach Sachsen eingewandert - mittlerweile leben wieder ├╝ber 300 Tiere in unseren W├Ąldern. Und nicht nur dort. Denn die W├Âlfe brauchen offenbar keine Wildnis, sondern kommen auch in bewohnten Gebieten zurecht. Da bleiben auch Begegnungen mit den Menschen nicht mehr aus. Schlagzeilen wie "Wolf verfolgt Radfahrerin" oder "W├Âlfe rei├čen H├╝ndchen tot" haben in diesem Jahr die Gem├╝ter erhitzt. Vor allem Landwirten und Sch├Ąfern sind die Tiere ein Dorn im Auge, da sie in st├Ąndiger Sorge um ihre Nutztiere leben. Schlie├člich hat 2015 die Zahl der Schafsrisse durch W├Âlfe stark zugenommen. Grund genug f├╝r Martin R├╝tter, sich in einer zweiteiligen Reportage auf die Spuren der W├Âlfe zu machen. Deutschlands Hundeexperte Nummer 1 ist neugierig, wie es dem Wolf, dem Urahn aller Haushunde, in seiner neuen alten Heimat ergeht. In der ersten Folge reist Martin nach Niedersachsen, wo - anders als in der menschenleeren Lausitz - immer mehr W├Âlfe in der N├Ąhe von D├Ârfern und Siedlungen auftauchen. Er trifft Anja Nowak, die von einer unheimlichen Wolfsbegegnung berichtet: Gleich acht W├Âlfe verfolgten die Spazierg├Ąngerin und versetzten sie durch ihr distanzloses Verhalten in Panik. Warum verhalten sich diese W├Âlfe so und wodurch haben sie ihre Scheu vor dem Menschen verloren? Dieser Frage geht Martin R├╝tter auf den Grund. Der Hundeprofi besucht den Bundeswehr-Truppen├╝bungsplatz in Munster. Hier in der L├╝neburger Heide lebt seit 2012 ein Wolfsrudel, von dem die auff├Ąllig gewordenen W├Âlfe abstammen sollen. Einzelne Tiere sind schon bis zur niederl├Ąndischen Grenze und nach Schleswig-Holstein gewandert, wo Martin zwei Landwirten begegnet, die den Angriff eines Wolfes auf ihre Schafherde mit eigenen Augen beobachtet haben. Noch sind sich die Fachleute in den betroffenen Regionen einig: F├╝r Menschen geht von den wilden W├Âlfen keine Gefahr aus. Aber wird das auch so bleiben?