Wallach "Thorin" / Shire Horse-Stute "Bella"

Starr vor Angst steht "Thorin" in der Ecke seiner Box, sobald sich ein Mensch ihm nĂ€hert. Seine Besitzerin Sabrina Bockes ist verzweifelt. Zwar wusste sie beim Kauf des Tinkers, dass er "etwas schĂŒchtern" sein soll, aber von panischer Angst vor Menschen hat niemand gesprochen. Überschreitet Sabrina eine unsichtbare Grenze und kommt ihrem Wallach zu nah, dann hĂ€lt er die NĂ€he nicht mehr aus, gerĂ€t richtig in Panik und flĂŒchtet. Sabrina konnte "Thorin" noch nie streicheln, geschweige denn ein Halfter anlegen und ihn auf die Weide bringen. Deswegen steht er nur in seiner Paddockbox. Ein Zustand, der der 25-JĂ€hrigen das Herz bricht. So kann es definitiv nicht weitergehen. Deswegen zieht Sabrina Pferdeprofi Bernd Hackl zu rate. Einen Fall wie "Thorin" hat der Bayer in seiner langen Trainerkarriere auch noch nicht gesehen. Ob es ĂŒberhaupt möglich ist, "Thorin" durch intensives Training ein pferdegerechtes Leben zu ermöglichen, steht bei der ersten Begegnung noch völlig in den Sternen. Von Sabrinas Traum, ihren Wallach einmal zu reiten, ganz zu schweigen. Klein und zierlich trifft auf groß und krĂ€ftig, denn Nadine Junge hat ihr Herz an die Shire Horse-Stute "Bella" verloren. Und Shire Horses gelten als die grĂ¶ĂŸte Pferderasse der Welt. Seitdem "Bella" neun Monate alt ist, lebt sie auf den weiten Wiesen ihres ostfriesischen Zuhauses. Schön fĂŒr "Bella" - doch schwierig fĂŒr Nadine, denn in den vergangenen sechs Jahren hat die Stute nicht viel dazu gelernt. Inzwischen ist "Bella" 180 cm groß und wiegt fast eine Tonne. Nadine kann mit ihren zierlichen 1,60 Metern körperlich nicht dagegenhalten. Solange es nicht um den Besuch des Hufschmieds geht oder um sonstige gesellschaftliche Pferde-Vorschriften, ist "Bella" das liebste Riesen-Pferd der Welt. Doch FĂŒĂŸe geben, an Halfter und Strick mitgehen oder gar Reiten, kommen fĂŒr "Bella" nicht in Frage. Wenn Nadine auch nur einen Versuch in diese Richtung unternimmt, hĂ€ngt sie wie ein FĂ€hnchen im Wind an ihrem Pferd. FĂŒr die Norddeutsche ist klar: So kann es nicht weiter gehen. Deshalb zieht "Bella" ins Rheinland und kommt bei Pferdeprofi Sandra Schneider in die Ausbildung.