Hilferuf aus Cala Millor

Familie Kries, Mallorca: Aus der Traum von Mallorca? Ein Hilferuf erreicht die Redaktion von "Goodbye Deutschland - Die Auswanderer": Die kleine Baby - und Kindermodeboutique von Sandra und Peer Kries läuft nicht gut, beide haben Angst, dass sie die Insel verlassen müssen. Ein Jahr ist es her, dass Sandra und Peer zusammen mit ihrer kleinen Tochter Madelaine von Berlin-Teltow nach Cala Millor ausgewandert sind. Sie haben ihren Internethandel für Babysachen aufgegeben, sind aus ihrem Eigenheim mit Garten ausgezogen - mit der Hoffnung auf ein erfüllteres Leben unter Palmen. Doch jetzt droht der Traum zu platzen. Wie viele Neuauswanderer haben Sandra und Peer den mallorquinischen Winter unterschätzt. Für viele tausend Euro haben sie Winterware bestellt. Doch von November bis April sind kaum Touristen auf der Insel, die Einheimischen sind in diesen Monaten oft arbeitslos, kaufen höchstens ein paar kleine Accessoires. Sandra und Peer können ihre Fixkosten nicht mehr decken, ihr Notgroschen schrumpft von Tag zu Tag. Denn auch jetzt, zu Beginn der Saison, läuft das Geschäft nicht wie erwartet. Wenn nicht bald mehr Geld in die Kasse kommt, um für den nächsten Winter zu sparen, müssen Sandra, Peer und die sechsjährige Madeleine zurück nach Deutschland. Wer kann helfen? "Goodbye Deutschland - die Auswanderer" denkt sofort an Marie Quatrebarbes. Die 42-Jährige hat selbst große Auslandserfahrung: Marie hat 14 Jahre in Paris gelebt, dort erfolgreich das Marketing einer großen Modefirma geleitet. Sie hat Fashiondesign und -management studiert, ihr Mann führt selbst vier Boutiquen in Frankreich. Wenn einer den kleinen Laden in Cala Millor retten kann, wird sie einen Weg finden. Marie fliegt nach Mallorca - und findet schon am ersten Tag heraus, was das große Problem der Kries ist: Beide führen ihre Boutique wie einen Selbstbedienungsladen, manchmal gibt es nicht mal ein "Hallo" für die Kunden. Echte Verkaufsgespräche finden einfach nicht statt. Wie reagiert die Familie auf Maries Kritik? Sind sie bereit, an sich zu arbeiten, um zusammen mit ihrer kleinen Tochter auf der Insel bleiben zu können? Familie Heigl - Oktoberfest auf Teneriffa: Unzufrieden im kleinbürgerlichen Nordhessen, startete das Ehepaar Heigl einen neuen Versuch der Selbstständigkeit auf Teneriffa. In ihrem Bistro "Heigls No. 1" bieten sie deutsche Spezialitäten an. Doch während Sohn Gian Luca (14) die Eltern von Anfang an bei ihrem Vorhaben unterstützte, weigerte die 17-jährige Sara-Dina sich mit auszuwandern, schaltete sogar das Jugendamt ein. Die Eltern gingen trotzdem. Auf Teneriffa läuft das Bistro zwar inzwischen kostendeckend, doch die Rücklagen sind bald aufgebraucht. Außerdem macht der benachbarte Pub Probleme: Der Engländer lässt jeden Abend Bands in seiner Kneipe auftreten - und beschallt damit auch das "Heigls No. 1". Um mehr Touristen in ihr Bistro zu locken, wollen Heigls aber nun selbst Events veranstalten. Als Auftakt planen sie das "Kleinste Oktoberfest der Welt". Doch werden die Heigls sich mit ihrem Nachbar einig?