Folge 2: Hunde im Rollstuhl

In Herbstein in Hessen kommen Ralf Seeger und die "Harten Hunde" auf einen ganz besonderen Gnadenhof - die "Lanzenhainer Rasselbande". Den Namen haben die beiden Betreiberinnen gewählt, weil ihre tierische Truppe so unglaublich bunt gemischt ist. Allen Vierbeinern ist gemeinsam, dass sie ein besonderes Schicksal erlitten haben. Denn Gaby und Gritta Goetz geben seit 2013 kranken und gehandicapten Tieren ein Zuhause. Von ihren 29 Hunden sind 14 gelähmt, die meisten davon "fahren" im Rollstuhl. 15 der Hunde sind Epileptiker. Die aufgenommenen Katzen sind fast alle chronisch krank, die Ponys haben sie vor dem Schlachter gerettet. Doch nicht nur ihr Schicksal vereint die Tiere, auch ihre unbändige Lebensfreude ist nicht zu übersehen. Ralf Seeger ist bei seinem ersten Besuch tief berührt: "Dass diese Tiere trotz ihres Schicksals so freundlich und so glücklich sind, finde ich unglaublich. Ich werde alles dafür tun, dass es den Tieren hier noch besser geht. Sie haben es mehr als verdient." Da die beiden Schwestern den Alltag mit den pflegebedürftigen Tieren alleine stemmen, bleibt ihnen keine Zeit für Sanierungsmaßnahmen. Doch die sind dringend erforderlich, also übernehmen Ralf Seeger und seine Jungs. In sechs Tagen soll aus einer alten Scheune ein behindertengerechter Schlechtwetterauslauf werden. Im Garten soll ein Spielplatz angelegt werden, der Epileptiker- und Rollstuhlhunde gleichermaßen glücklich macht. Und aus einem bisher ungenutzten Abstellraum soll ein Physiotherapieraum werden. Die größte Herausforderung dabei: Aus Rücksicht auf die kranken Hunde muss eine zweistündige Mittagspause eingehalten werden. Heißt: absolute Ruhe und Baustopp. Den "Harten Hunden" rennt die Zeit davon..