Familie Miksch

Viel Leid wäre ihrer Familie erspart geblieben, hätte Sabine (41) an jenem verhängnisvollen 16. August des Jahres 2005 auf ihre innere Stimme gehört. Aber die dreifache Mutter schob ihre Zweifel beiseite und sagte zu, als ihr Noch-Ehemann und Vater ihres jüngsten Sohnes sie zu einer letzten Aussprache drängte. Ein ungutes Gefühl muss Sabine dennoch gehabt haben, bevor sie zum vereinbarten Treffen ging, deshalb bat sie sowohl ihren neuen Freund als auch ihren erwachsenen Sohn Marco (22), sie zu begleiten. Doch nach einigen Minuten eskalierte die Situation - Marco, der sich während des Gesprächs seiner Eltern im Nebenzimmer aufhielt, hörte Schüsse! Entsetzt lief er ins Wohnzimmer und sah den Freund seiner Mutter am Boden liegen. Daneben Sabine, auf die der Vater ebenfalls geschossen hatte - und die nur noch wenige Minuten in Marcos Armen leben durfte. Heute, zwei Jahre später, sind die grausame Tat und der schmerzliche Verlust der Mutter immer noch allgegenwärtig. Marco und Mandy (19) leben seither allein im Haus und versuchen, ihr Leben irgendwie zu meistern. Ihr Bruder Marcel (17), der in einer liebevollen Pflegefamilie lebt, möchte, wenn er volljährig ist, zurück zu seinen Geschwistern. Doch den Dreien fehlt es nicht nur an elterlicher Wärme und Lebenserfahrung, sondern auch an finanziellen Mitteln. Mandy weiß nicht, wie es nach ihrer Ausbildung weiter gehen soll, und Marco ist als Alleinverdiener heillos überfordert. Die 'Helfer mit Herz' springen ein.