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Jenke macht Mut - Der schwere Kampf gegen die Kilos | Folge 1

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Staffel 2, Folge 1, L├Ąnge 98 Min

Inhalt:

Jeder dritte Deutsche w├╝rde gerne abnehmen. Di├Ątmethoden gibt es reichlich. Trotzdem steigt die Zahl der ├ťbergewichtigen seit 20 Jahren immer weiter. Nach der erfolgreichen Premiere von "Jenke macht Mut" mit dem Schwerpunktthema Brustkrebs, f├╝r dass der engagierte Reporter und sein Team jetzt mit dem "Deutschen Fernsehpreis" ausgezeichnet wurden, hinterfragt Jenke von Wilmsdorff diesmal, warum die Welt immer dicker wird und ob es DIE richtige Abnehmmethode gibt. In Deutschland sind derzeit 67,1 Prozent der M├Ąnner und 53 Prozent der Frauen ├╝bergewichtig ("Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland"). Knapp ein Viertel der Deutschen sind demnach sogar fetts├╝chtig bzw. adip├Âs (BMI gr├Â├čer als 30). In der zweist├╝ndigen RTL-Reportage hinterfragt Moderator Jenke von Wilmsdorff die Gr├╝nde daf├╝r, spricht mit ├ärzten und Wissenschaftlern ├╝ber den aktuellen Stand der Forschung und die effizientesten Methoden. Er reist daf├╝r in die USA, wo man diese Probleme schon lange kennt und per Magensonde teils zu bizarren Mitteln im Kampf gegen die Pfunde greift. Und Jenke macht auch in dieser Ausgabe wieder Mut. Er begleitet u.a. zwei schwer ├╝bergewichtige Frauen, die nach einem langen Leidensweg durch den Di├Ątendschungel jetzt ihre Hoffnungen auf sehr unterschiedliche Wege zur Gewichtsreduktion setzen. Sind ├ťbergewichtige wirklich selbst schuld an ihrem Leiden? Gibt es k├Ârperliche oder sogar erbliche Faktoren, die hier eine Rolle spielen? Haben wir wom├Âglich verlernt, uns richtig zu ern├Ąhren? Jenke von Wilmsdorff begleitet die 30-j├Ąhrige Nadya aus K├Âln. Sie wiegt 136 Kilo bei einer K├Ârpergr├Â├če von 1,60 Meter und Simone (42) aus Elsdorf bei K├Âln. Die zweifache Mutter wiegt 130 Kilo. Beide betonen buchst├Ąblich ALLES versucht zu haben, um endlich abzunehmen. Doch jede Di├Ąt endete mit dem gef├╝rchteten JoJo-Effekt. Ein Schicksal, dass sie mit vielen anderen teilen. Auch Jenkes Kumpel und Kameramann "Corny" erf├Ąhrt eher zuf├Ąllig w├Ąhrend der Dreharbeiten von einem Experten, dass er ebenfalls als adip├Âs einzustufen sei. ├ťbergewicht ist ein zentrales Gesundheitsproblem der Gegenwart Die WHO sch├Ątzt, dass sich Europa insgesamt auf eine massive Fettleibigkeits-Krise zubewegt. Harvard Professor Ezzati wertete mit Hunderten internationalen Wissenschaftlern rund 1.700 Studien aus 186 L├Ąndern aus. Die Daten von 19,2 Millionen Menschen zeichnen ein noch d├╝steres Bild: In zehn Jahren d├╝rfte demnach fast jeder f├╝nfte Erdenb├╝rger unter krankhaftem ├ťbergewicht leiden. "Unsere Recherchen haben ergeben, dass ├ťbergewicht damit eines der dringlichsten Gesundheitsprobleme der Gegenwart ist", so Jenke von Wilmsdorff. "Wir wollen mit dieser Reportage vor allem aufkl├Ąren und auch Hoffnung machen. F├╝hrende Experten erkl├Ąren unterschiedliche Methoden und teilen ihre Erkenntnisse, wie man dem ├ťbergewicht begegnen und, bevor der Teufelskreis greift, bereits vorbeugen kann." Das MOBILIS-Programm - nicht leicht, aber vielversprechend Simone entscheidet sich nach eingehenden Recherchen von Jenke von Wilmsdorf und seinem Team schlie├člich f├╝r das "MOBILIS"-Programm, eine vielversprechende Abnehmmethode der Deutschen Sporthochschule in K├Âln unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Predel vom Institut f├╝r Kreislaufforschung und Sportmedizin. Das 12-monatige Programm m├Âchte bei den Teilnehmern eine Lebensstil├Ąnderung bewirken, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen und den gef├╝rchteten JoJo-Effekt zu verhindern. Simone wird dabei ern├Ąhrungswissenschaftlich, sportwissenschaftlich und auch psychologisch betreut. Prof. Dr. Hans-Georg Predel: "Wir wollen eine ├änderung des Lebensstils insgesamt und damit auf mittlere Sicht mehr Lebensqualit├Ąt. MOBILIS erfordert daher aktives Mitmachen." Simones Motivation ist hoch: "Ich war schon immer ├╝bergewichtig, aber noch nie so dick wie heute. Das ist Suizid in Raten. Ich werde mit so viel Fett nicht alt werden. Aber ich habe zwei Kinder und damit auch eine Verantwortung." Letzter Ausweg Magenbypass - eine OP mit Vorteilen und hohen Risiken Nadya hat, laut Einsch├Ątzung der ├ärzte, nur noch die Chance durch einen chirurgischen Eingriff ihr ├ťbergewicht in den Griff zu bekommen. Dr. med. J├╝rgen S. Meyer, Gesch├Ąftsf├╝hrender Oberarzt der Klinik Viszeral-, Gef├Ą├č- und Transplantationschirurgie, Sektionsleiter Adipositas- und Metabolische Chirurgie, Campus K├Âln-Merheim wird bei der 30-J├Ąhrigen eine Magen-bypass-OP vornehmen: "Die OP ist eine unterst├╝tzende Ma├čnahme, was sie daraus macht, ist ihre Entscheidung. Die OP macht 2/3 aus. Wenn sie ihr Essverhalten anpasst und Sport treibt, kann sie alles erreichen." Jenke von Wilmsdorff trifft die junge Frau vor der OP und begleitet sie auch w├Ąhrenddessen. Ein solcher Eingriff bringt besondere Risiken mit sich: "Es gibt tats├Ąchlich eine hohe Quote an Patienten, die nach einer solchen Operation depressiv werden. Einige davon w├Ąhlen sogar den Suizid." Laut Experten liegt das daran, dass die Ersatzbefriedigung Essen wegf├Ąllt und die Patienten zudem in Folge des Eingriffs ihr Leben lang Vitamine einnehmen m├╝ssen. Nadya ist aber entschlossen, diese Risiken zu tragen: "Ich f├╝hle mich st├Ąndig gedem├╝tigt und bekomme die Ma├člosigkeit beim Essen einfach nicht mehr in den Griff." Durch Intervallfasten zur├╝ck zum Normalgewicht Kameramann Cornelius (37) bringt 110 Kilo auf die Waage. Er hat seinen Kumpel Jenke bereits bei vielen Experimenten begleitet. Bei diesem Dreh attestiert ihm ein Arzt eher zuf├Ąllig, dass er ebenfalls adip├Âs ist. Er entscheidet sich schlie├člich f├╝r das Intervallfasten. Dabei darf er in einem Zeitraum von 8 Stunden essen. In den folgen 16 Stunden muss er g├Ąnzlich auf Nahrung verzichten. Jenke unterst├╝tzt seinen Freund, kann aber nicht verhindern, dass "Corny" dem Team immer wieder unterwegs beim Essen zuschauen muss. Eine harte Probe: " Ich esse gerne Fast Food. F├╝r mich hat das auch was mit Genuss zu tun." Wird Jenkes Kumpel beim Dreh in Amerika durchhalten? "Hier bekommt man 150 Chicken Nuggets f├╝r nur 13 Euro", staunt Jenke von Wilmsdorf. "Ein ganzes Land scheint sich zwischen XXL-Portionen und Di├Ątenwahnsinn zu bewegen. Kein Wunder, dass die Menschen das Gef├╝hl f├╝r einen gesunden Lebensstil irgendwann verlieren." Ein aktueller Trend in Amerika: Schneller Gewichtsverlust per Magensonde In Fargo, North Dakota, trifft Jenke mit seinem Team auf Dr. Barry und dessen Patientin Donna, die m├Âglichst schnell Gewicht verlieren will. Mit Hilfe einer Magensonde bekommt sie zwei Wochen lang eine Fl├╝ssigkeit aus Fett und Eiwei├č zugef├╝hrt. Sie wird so voraussichtlich 5 Kilo verlieren. Dass Donna diese Prozedur schon zum dritten Mal ├╝ber sich ergehen l├Ąsst, spricht jedoch nicht f├╝r die Nachhaltigkeit der Methode. Dr. Barry selbst r├Ąumt kritisch ein, dass der enorme Zuckerkonsum und die M├Âglichkeit sehr billig an gro├če Mengen von Fertiggerichten zu kommen, zu enormen Gewichtsproblemen bei den Menschen f├╝hrt. Transparenz durch Ampelkennzeichnung auf Lebensmitteln? In Europa fordern Verbrauchersch├╝tzer nach dem britischen und franz├Âsischen Vorbild die Einf├╝hrung einer Ampelkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen. Die farbliche N├Ąhrwert-Kennzeichnung weist den Fett-, Zucker- und Salz- Anteil in Lebensmitteln aus und soll so im Kampf gegen die Fettleibigkeit f├╝r mehr Transparenz und Orientierung sorgen. "Abnehmen ist extrem schwierig und f├Ąngt im Kopf an" "Abnehmen ist extrem schwierig und f├Ąngt im Kopf an", so das Fazit von Jenke von Wilmsdorff, der durch zahlreiche Experimente in der Vergangenheit bereits am eigenen Leib erfahren hat, was es bedeuten kann, stark ├╝bergewichtig oder aber auch magers├╝chtig zu sein. "Die Psyche und eine starke Einsicht sind Voraussetzung, um die Disziplin f├╝r eine dauerhafte Lebensumstellung aufzubringen und dem JoJo-Effekt zu entkommen", so der engagierte Journalist. "Viele Menschen, die wir getroffen haben, sind gar nicht mehr in der Lage, selbst zu kochen oder gesunde von ungesunden Lebensmitteln zu unterscheiden. Wir sollten mit der n├Âtigen Ern├Ąhrungsbildung bereits bei den J├╝ngsten anfangen, um so der weltweiten Verfettung etwas entgegen zu setzen. Und statt bereits ├ťbergewichtigen mit H├Ąme zu begegnen, sollten wir vielmehr unterst├╝tzen, wo wir k├Ânnen."
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