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Tod im gelobten Land

Die Welt ist geschockt, als 1978 bekannt wird, dass mehr als 900 Mitglieder der US-Sekte "Peoples Temple" in einer Siedlung in Guyana von ihrem radikalen Anführer Jim Jones in den kollektiven Selbstmord getrieben wurden. Mehr als 40 Jahre nach diesem Massensuizid versuchen Überlebende diese Tragödie zu verstehen.

PREMIUM | Crime | Staffel 1, Folge 4 | Fr. 14.02.2020, 20:15 Uhr
ab 16
Tod im gelobten Land

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Informationen zur Show: Jonestown - Massenselbstmord einer Sekte

Das Jonestown-Massaker, auch bekannt als Massensuizid von Jonestown, geschah am 18. November 1978. Hier fanden 909 Menschen den Tod. Sie waren Mitglieder des Peoples Temple und gründeten eine Siedlung namens Jonestown in Guyana, einem Staat in Südamerika. Nicht alle begingen den Suizid freiwillig. Den genaueren Zusammenhängen wird in der Doku-Reihe Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte nachgegangen.

Worum geht es in Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte?

Zunächst sah es so aus, als hätten 909 Mitglieder des Peoples Temple freiwillig auf den Befehl ihres Anführers kollektiven Selbstmord begangen. Mit der Zeit finden die Ermittler Hinweise auf einen anderen Ablauf. Das Oberhaupt der Sekte war James Warren „Jim“ Jones. Er gründete sie in den 1950er-Jahren in Indianapolis. Als Grundlage dienten ihm kommunistisches, sozialistisches und christliches Gedankengut. Eine Besonderheit bestand darin, dass Jones die damals praktizierte Rassentrennung in den USA ablehnte. Er gewährte schwarzen und weißen Menschen Zugang zu seiner Glaubensgemeinschaft. Die Sekte wuchs schnell auf mehrere tausend Mitglieder an. Schon früh zeigten sich allerdings totalitäre Strukturen innerhalb der Gemeinde. Menschen, die sich Jones Vorstellungen und Ideen entgegenstellten, erfuhren Misshandlungen. Es war die Rede von Drogenmissbrauch und Vergewaltigungen von Frauen und Kindern. Als Aussteiger dies an die Presse trugen, erkannte Jones die Gefahr. Mit seinen Mitgliedern siedelte er nach Südamerika. In Guyana gründete er 1974 die Siedlung Jonestown. Er hatte das Stück Land von der Regierung gekauft. Durch Brandrodung machten die Mitglieder des Peoples Temple die Flächen nutzbar und schafften eine Infrastruktur. Sie waren hier vollständig von der Außenwelt abgeschnitten und Jones ausgeliefert. Es gab bewaffnete Wärter, die ein Entkommen verhindern sollten. Er beschallte sie täglich mit propagandistischen Reden. In regelmäßigen Abständen übte er mit ihnen einen kollektiven Selbstmord ein. Dies stellte eine Art Loyalitätstest dar. Die Mitglieder erhielten in den „Weißen Nächten“ Limonade zu trinken. Sie wussten nicht, ob diese vergiftet war oder nicht. All dies zeigt die Doku-Reihe Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte.

Wer war Jim Jones, den Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte zeigt?

James Warren Jones kam 1931 in Crete, Indiana, zur Welt. Er wuchs auf einem Bauernhof in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Mutter war überzeugt davon, dass ihr Sohn ein Messias sei. Diese Ansicht vermittelte sie Jones, während sie ihn und die gesamte Familie von der Außenwelt abschottete. 1950 übernahm er eine Stelle als Prediger in einer methodistischen Gemeinde. Während seines gesamten Werdegangs setzte er sich gegen die Rassentrennung ein. Dies nahmen seine konservativen Mitmenschen negativ auf. Nach Anfeindungen gründete er 1955 seine eigene Gemeinde, Wings of Deliverance, die er später in Peoples Temple umbenannte. 1965 zog er mit seinen engsten Anhängern in die Nähe von San Francisco. Seitdem wuchs die Sekte stetig an. Jones radikalisierte sich immer mehr. Seine Predigten kreisten stärker um das Thema Sexualität. Die Vorwürfe gegen ihn verstärkten sich, er würde weibliche Mitglieder verführen und schwängern. Da die Presse begann, negativ über ihn und den Peoples Temple zu berichten, beschloss er, nach Südamerika zu gehen. Dort riegelte er die Gemeinschaft hermetisch ab und ließ mantraartig seine Predigten über Lautsprecher laufen. Dies führte dazu, dass eine US-Delegation nach Jonestown reiste. Es hieß, Jones hielt Menschen gegen ihren Willen gefangen. Er organisierte daraufhin den Massenselbstmord. Dabei kam er ebenfalls ums Leben. Die Ermittler fanden ihn mit einer Schussverletzung im Kopf. Bis heute ist nicht geklärt, ob er sich selbst tötete. In Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte folgt ein Kamerateam dem Werdegang des Peoples Temple. Sie zeigt, mithilfe von Originalaufnahmen, wie Jones sich radikalisierte.

Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte: Zusammenfassende Informationen

Erstausstrahlung

  • 17. November 2018 auf SundanceTV

Deutschsprachige Erstausstrahlung

  • 28. Juni 2019 auf RTL Crime

Regisseur

  • Shan Nicholson und Richard Lopez

Produktionsland

  • USA

Genre

  • Reportage

Originaltitel

  • Jonestown: Terror in the Jungle

Originalsprache (OV)

  • Englisch

Staffel Anzahl

  • 1 Staffel

Folgen

  • 4 Folgen

Episodenlänge

  • 40 Minuten

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