Russland (Teil 2)

Endlich Ankunft in Moskau - damit rückt St. Petersburg, Bastian Pastewkas Ziel, näher. Nur noch 1000 Kilometer trennen den Globetrotter von St. Petersburg. Doch bevor es weitergeht, will der Kosmopolit natürlich die Stadt, die Herz und Seele Russlands ist, etwas näher kennen lernen. Als echter Tourist lässt Pastewka keine Sehenswürdigkeit aus. Er schlendert über den Arpad - die Fußgängerzone Moskaus, und fährt mit dem schnellsten Verkehrsmittel der Stadt, der U-Bahn. Er besichtigt den Roten Platz mitsamt Lenin-Mausoleum und genießt, obwohl er Nichtraucher ist, eine verdiente "Kippe des Volkes", mit dem unverwechselbaren Geschmack, der selbst Tote auferstehen lässt. Dann erfüllt sich Pastewka noch einen Kindheitstraum. Er besucht das streng bewachte Kosmonauten-Ausbildungszentrum vor den Toren Moskaus. Allerdings muss er sich vorher einem Tauglichkeitstest unterziehen - und der ist nicht ohne! Danach fühlt sich Pastewka wie ein Martini - gerührt und geschüttelt. Doch die Tortur hat sich gelohnt, denn er darf sich in eine Sojus-Kapsel zwängen und das richtige Kosmonauten-Feeling erleben. Unbehagen bereitet dem Reisenden lediglich die Tatsache, dass kurz vor dem Start noch eilig Fallschirme verteilt werden. Ob das etwas zu bedeuten hat? Nach dem Abenteuer der Schwerelosigkeit zieht es Pastewka weiter. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um schnell noch den Nachtzug nach St. Petersburg zu erwischen. Am folgenden Morgen ist er endlich am Ziel seiner Reise. Und da der Flieger nach Deutschland erst am nächsten Tag geht, hat er sogar noch Zeit, das Venedig des Ostens zu erkunden. Und das tut er ausgiebig. Wohl zu ausgiebig, denn ehe er sich versieht, tauscht er im angesagten Nachtlokal "Purga" Ringe mit einer einheimischen Schönheit aus - und ist verheiratet. Verständlich, dass man bei einer solchen Blitzehe vergisst, dass um Punkt zwei Uhr die Brücken des Flusses hochgeklappt werden. Pech dem, der sich dann auf der falschen Flussseite befindet! Über 7000 Kilometer hat Pastewka zurückgelegt, hat die Weite der Taiga, die Unendlichkeit des Baikalsees, die Hektik Moskaus hinter sich gelassen, um rechtzeitig in St. Petersburg anzukommen. Und nun sieht's fast so aus, als ob er den Heimflug doch verpassen wird.