Familie F. in Salzgitter

Als Sandra F. acht Jahre alt ist, stirbt ihr Vater. Ein gerichtlicher Vormund bestimmt: Sandra und die drei anderen Kinder sollen eine Eigentumswohnung erben. Die ist zwar verschuldet, doch der Kredit des Vaters ist mit einer Lebensversicherung abgesichert. Die müsste den Kredit des Vaters auf einen Schlag tilgen, das Erbe scheint also vernünftig. Doch dann zahlt die Lebensversicherung nicht, weil angeblich eine Vorerkrankung vom Vater verschwiegen wurde. So erbt Sandra eine Eigentumswohnung, die mit über 100.000 Euro verschuldet ist - und ausgerechnet in Binder bei Salzgitter, einem sterbenden Ort mit gerade mal 120 Einwohnern. Doch lange Jahre weiß Sandra von ihren geerbten Schulden gar nichts. Erst als sie 20 ist, bekommt sie Post, und stellt fest, dass auf der Wohnung über 100.000 Euro Schulden lasten und sie die Einzige aus der Erbengemeinschaft mit einem pfändbaren Einkommen ist. Für Peter Zwegat ist der Fall verzwickt. Er muss eine Lösung für die Schulden finden und er muss versuchen, Sandra aus dem Grundbuch auszutragen. Doch damit alle Erben aus dem Grundbuch kommen, muss Peter Zwegat jemanden finden, der die Wohnung haben will, für die nicht einmal das Versteigerungsgericht einen Käufer fand.